Ökologisch und ökonomisch: Wildblumen statt Mais für Biogasanlagen
Landwirt Hilmer Kruse aus Emtinghausen macht beim Pilotprojekt "Energie aus Wildpflanzen" mit
Der ACHIMER Kurier (eine Regionalbeilage des WESER Kurier) berichtet in seiner Ausgabe vom Montag, dem 18. Oktober 2010 von einem Projekt vor den Türen Bremens, dass für Bremer Landwirte Vorbildcharakter haben könnte.
Hilmer Kruse aus Emtinghausen-Bahlum will für den Bau seiner neuen 250 KW-Biogasanlage auf einer Fläche von zunächst 2 Hektar den Anbau mehrjähriger Wildpflanzen als Alternative zu Mais-Monokulturen testen. Der Versuch ist Teil des Projektes "Energie aus Wildpflanzen" der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG). Erste Ergebnisse haben gezeigt, dass der Energiegehalt der Wildpflanzen dem von Mais mindestens ebenbürtig ist und diesen sogar übertreffen kann.
Hilmer Kruse, der nicht nur als Landwirt nach wirtschaftlichen Grundsätzen handeln muss, sondern als Kreisjägermeister des Landkreises Verden auch immer den Lebensraum unseres Wild im Hinterkopf hat, geht mit seinem Feldversuch mit gutem Beispiel voran. Er will den scheinbaren Gegensatz von Ökologie und Ökonomie widerlegen. Neben handfesten Einsparungen bei der Bestellung und Bearbeitung der Flächen - die Wildpflanzen sind mehrjährig - sieht er den ökologischen Vorteil für die Tierwelt. Angefangen von Kleinstlebewesen, über Insekten und Singvögel, bis hin zu Rebhuhn, Reh und Hase profitieren sie alle von der pflanzlichen Artenvielfalt.
Den ganzen Artikel können Sie auf der Website des WESER Kurier nachlesen (siehe unten stehenden Link).
[Quelle: LJB / ut]
Downloads:
Flyer "Energie aus Wildpflanzen" [pdf, 653 KB]
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