Krähen attackieren Hausgeflügel und töten Erpel
Ein Krähen-Schwarm hat in Bremen-Borgfeld Laufenten angegriffen und einen Erpel getötet. Stadtjägermeister: „Beschwerden über Krähen häufen sich“.
Foto: LJB
Heiner Büsing mit dem von Krähen getöteten Erpel.
|
Rabenkrähen sind Allesfresser. Sie ernähren sich von Samen, Früchten, Eiern, Abfällen und plündern Nester in Bäumen und am Boden und scheuen sich auch vor größerer Beute nicht. In Bremen-Borgfeld hat das jetzt Heiner Büsing erlebt. Auf seinem Grundstück hat ein Schwarm Krähen die Laufenten seiner Tochter attackiert und einen Erpel getötet.
Heiner Büsing ist deshalb wütend. „Die Krähen werden immer mehr. Regelmäßig zerstören sie die Enten-Eier“, sagt er und kann von seinem Grundstück in jedem Jahr beobachten, wie sich Krähen in den Wörpe-Wiesen über Gelege, Junghasen und die wenigen Nester des bedrohten Großen Brachvogels hermachen.
„Wenn Krähen Enten oder ähnlich große Tiere angreifen, gehen sie bevorzugt im Schwarm vor und ermüden ihr Opfer bis es keine Gegenwehr mehr leisten kann. Dazu zupfen sie es an Schwanz oder Flügeln und hacken gezielt auf Hirnschale, Nacken oder Rücken“, sagt Stadtjägermeister Harro Tempelmann. Bei ihm beschweren sich immer mehr Bürger über die vielen Krähen in Bremen, seit sie im Mai an der Schlachte Passanten und Polizisten attackiert haben. „In der Landwirtschaft verursachen Krähen große Schäden. Ihre große Zahl und enorme Mobilität hat einen deutlichen negativen Einfluss auf die Vogelwelt und viele Bürger wünschen sich, dass der Jäger kommt und eingreift“, sagt Tempelmann. Doch während in den übrigen Bundesländern die Krähen stark bejagt werden, hat der Bremer Umweltsenator in der Vergangenheit nur in Ausnahmefällen eine Genehmigung für den Abschuss weniger Exemplare erteilt.
[Quelle: Th. Dürr / LJB]
nach oben