[27.03.2008]

DJV-Präsidium stellt klar: Keine Zusammenarbeit mit Monsanto

WILD-Projekt liefert keine Daten für Versuche mit Genmais

Ohne das Einverständnis und ohne Wissen des DJV hat der Saatguthersteller Monsanto das Wildtierinformationssystem der Länder Deutschlands (WILD) in seinen Umweltbeobachtungsplan ("Monitoringplan")  zu Versuchen mit gentechnisch veränderten Saatgut (MON 810) einbezogen. Das betonte das DJV-Präsidium auf seiner Sitzung im Februar ausdrücklich und nahm den Sachverhalt mit großem Befremden zur Kenntnis. Zu keinem Zeitpunkt hätte es eine Zusammenarbeit mit Monsanto bei der Zulassung von Genmais für den Versuchsanbau gegeben und eine solche Mitwirkung sei auch in  Zukunft nicht geplant, stellte DJV-Präsident Jochen Borchert klar.

Der Agrokonzern Monsanto hatte Ende letzten Jahres einen Antrag auf eine Anbaugenehmigung des transgenen Bt-Mais Mon810 in Deutschland gestellt. Die zuständige Genehmigungsbehörde, das Deutsche Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), hatte diesbezüglich zur Auflage gemacht, dass Monsanto einen Umweltbeobachtungsplan vorlegt. Dem war Monsanto im November/Dezember 2007 nachgekommen und das BVL hatte Monsanto daraufhin die Anbaugenehmigung erteilt. Der Monitoringplan war die Grundlage dafür, dass der Genmais für den Versuchsanbau durch das zuständige Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit wieder zugelassen wurde. Das Präsidium forderte sowohl Monsanto als auch das BVL zur unverzüglichen Aufklärung des Vorgangs auf.


[Quelle: DJV]