[06.09.2007]

Rückblick auf den Jungjägerlehrgang 2006/2007

Bewährtes Ausbilderteam unter neuer Leitung - 8 Teilnehmer erfolgreich

Schützen mit Flinten auf dem Skeetstand
Foto: LJB
Prüfungsschießen - reine Nervensache!
Der Jungjägerlehrgang 2006/2007 der Landesjägerschaft Bremen wurde unter neuer Leitung, erfreulicherweise jedoch mit der erfahrenen, unverändert übernommenen Ausbildermannschaft erfolgreich durchgeführt.

Der umfangreiche Ausbildungsplan, der mehr als 80 Termine in der Zeit zwischen dem 5. September und dem 17. März des Folgejahres enthielt, die von den Kursteilnehmern und Ausbildern abzuarbeiten waren, konnte fast vollständig eingehalten werden.

Eine wichtige Änderung gegenüber der bisherigen Ausbildung bestand darin, dass für die Schießausbildung statt des bisherigen Kipphasen das Skeetschießen gewählt wurde. Alle Ausbilder – und hier besonders die Schießausbilder – waren bei der vor dem Kursbeginn stattgefundenen Ausbilderbesprechung darin einig, dass die Schießausbildung auf Flugziele zwar schwerer sei, jedoch mehr den Anforderungen der späteren jagdlichen Praxis entspricht. Der schnelle, reflexartige und sichere Umgang mit der Flinte kann bei dieser Ausbildungsform besonders gut trainiert werden. Die verbesserten Fähigkeiten kommen letztlich dem übergeordneten Ziel der Weidgerechtigkeit, d.h. dem Tierschutz zugute. Infolge dieser Umstellung wurde auch die Zahl der Schießausbildungstermine von bisher 12 auf 15 erhöht.

Das Prüfungsschießen, bei dem von 15 Wurfscheiben 5 zu treffen waren, ergab bei allen Teilnehmern zumindest diese geforderte Basisleistung. Ein Teilnehmer musste das Flintenschießen wiederholen und bestand dies ohne Probleme.

Bei der Gestaltung des Ausbildungsplans wurde auf einen hohen Praxisanteil Wert gelegt. So fanden neben einer Exkursion in den Bremer Stadtwald zur Erkundung des von der Bremer Jägerschaft weitgehend finanzierten Waldlehrpfads, Revierbegehungen, eine Exkursion zum Jagdschloss Springe und ein Ausflug in das Vogelmuseum Osterholz statt.

Jungjägerkandidat bei der Befragung während der praktisch-mündlichen Revierprüfung
Foto: LJB
Prakt./Mündl. Prüfung im Revier. Ein Fragenmarathon, der Prüfern und Prüflingen alles abverlangte; hier Hendrik Osmer im Fachgebiet Fallenjagd.

Die übrige Ausbildung wurde weitgehend in der bewährten bisherigen Form durchgeführt, wobei es ebenfalls auf gemeinsamen Beschluss den Ausbildern überlassen blieb, ob sie das von der Landesjägerschaft angeschaffte Unterrichtswerk von Heintges einsetzen wollten oder nicht. In Ergänzung zu den vorhandenen Unterrichtsmaterialien wurde von allen Teilnehmern das Lehrbuch "Grundwissen Jägerprüfung" von Siegfried Seibt angeschafft.

Von den neun Teilnehmern bestanden am Ende acht die Prüfung. Einer scheiterte an der praktisch-mündlichen Prüfung im Revier.

Wie beurteilten nun die Teilnehmer den von ihnen besuchten Jungjägerlehrgang?

Nach der Prüfung wurde anonym und ohne Beeinflussung der Befragten eine Fragebogenaktion durchgeführt, in der die Teilnehmer u.a. die

auf einer Notenskala von 1 bis 5 bewerteten. Die Durchschnittsnote lag bei 1,4.

Die Punkte

wurden mit der Durchschnittsnote 1,6 bewertet. Die Entscheidung für das Skeetschießen als Ausbildungsmethode (statt Kipphase) wurde von vier Teilnehmern mit "gut" und von drei Teilnehmern mit "sehr gut" bewertet.

Fazit: Allen, sowohl den Kursteilnehmern, als auch den Ausbildern, hat die Arbeit im Jungjägerlehrgang 2006/2007 Freude bereitet. Ausbildungsleitung und Ausbilderteam sehen sich bestätigt und werden in der bisherigen Weise weiterarbeiten.

Teilnehmer und Lehrgangsleiter des Jungjägerlehrgangs 2006/2007
Foto: LJB
Der Jungjägerlehrgang 2006/07 mit dem Lehrgangsleiter J. Leisse (5. v. l.) und seinem Stellvertreter J. Behrens (r.).


[Quelle: Joachim Leisse, Koordinator Jungjägerausbildung]

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