Bär Bruno: Emotional aufgeladene Jägerhetze fehl am Platz
DJV fordert bundesweite Managementpläne für Großraubtiere
Foto: TV
Durch den Abschuss des Braunbären JJ1 ("Bruno") stehen "die Jäger" mal wieder pauschal im Kreuzfeuer der Kritik - zu Unrecht, wie DJV-Präsident Jochen Borchert meint.
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Borchert betonte, dass der DJV einer natürlichen Zuwanderung der drei Großraubtiere Bär, Wolf und Luchs grundsätzlich positiv gegenüber steht und beispielsweise Artenschutzprogramme für Letzteren unterstützt. "Es ist daher äußerst bedauerlich, dass der erste Bär in Deutschland seit 170 Jahren ein so atypisches Verhalten an den Tag legte, dass die bayerische Regierung den Abschuss von Bär Bruno anordnete", betonte Borchert.
Die fehlende Scheu von Bär Bruno vor dem Menschen haben Experten von Universitäten und Naturschutzverbänden bereits vor Wochen als Risiko eingestuft und sein Entfernen gefordert. Nach erfolglosen Lebendfangversuchen haben sich die lokalen Behörden schließlich gezwungen gesehen, zu handeln. Immer mehr Schaulustige hätten sich auf Grund des Medienrummels einen Spaß daraus gemacht, Bruno zu verfolgen, was die Situation unkalkulierbar machte, erklärte Borchert. "Es ist unseriös und völlig fehl am Platze, wenn jetzt selbst ernannte Experten die Öffentlichkeit gegen die Jägerschaft aufzuwiegeln versuchen", erklärte Borchert.
Vielmehr gehe es jetzt darum, einen fundierten Braunbär-Managementplan wie etwa in Österreich zu entwerfen. "Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der erste normale Braunbär nach Deutschland kommt", so Borchert, "darauf muss die Öffentlichkeit vorbereitet werden." Die Jägerschaft werde einen Managementplan auf jeden Fall unterstützen.
[Quelle: DJV]
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