[07.08.2006]

Präsidium der LJB bei Senator Neumeyer

Das Präsidium der LJB zu Besuch beim Bremer Senator für Bau, Umwelt und Verkehr, Roland-Mike Neumeyer, am 7.8.2006.
Foto: LJB
Besuch des LJB-Präsidiums beim Senator für Bau und Umwelt am 7.8.2006 (v.l.n.r.: Vizepräsident Dr. U. Tucholke, Präsident G. Delhougne, Senator Neumeyer, Justitiar M. Behrens)
Zu einem Informationsbesuch war das Präsidium der LJB am 7.8.2006 zu Gast bei  Senator Roland-Mike Neumeyer (CDU), in dessen Ressortverantwortlichkeit auch das Jagdwesen in Bremen fällt. Die Landesjägerschaft Bremen war durch ihren Präsidenten Gerhard Delhougne, Justitiar Martin Behrens und Vizepräsident Dr. Ulrich Tucholke vertreten.

"Mein Schwager ist auch Jäger", so Senator Neumeyer, "von dem weiß ich, wie aufwändig die Ausbildung und wie schwer die Prüfung ist". Das war eine gute Grundlage für den etwa 30-minütigen Gedankenausch, der in offener und freundlicher Atmoshäre stattfand. Auch wenn keine aktuellen Probleme auf der Tagesordnung standen, war es doch eine gute Gelegenheit, "sich in Erinnerung zu bringen", wie Präsident Delhougne es ausdrückte. Er würdigte die konstruktive Zusammenarbeit mit dem zuständigen Referat beim Senator für Bau, Umwelt und Verkehr,  namentlich mit Frau Dr. Kasper und Herrn Dr. Lampe. Delhougne überbrachte Senator Neumeyer Grüße von DJV-Präsident Jochen Borchert und verwies auf einen feinen Unterschied zur "normalen" Politik: "Anders als im Bundesrat hat Bremen als kleinste deutsche Landesjägerschaft im Präsidium des DJV ebenso Sitz und Stimme wie die 15 anderen Landesjagdverbände".

Die bereits vor einiger Zeit geführten Gespräche mit Mitgliedern der Bremischen Bürgerschaft, eine Gesetzesinitiative zur Novellierung des Bremischen Landesjagdgesetzes in Gang zu bringen, haben mittlerweile durch die Beschlüsse zur Föderalismusreform ihre Dringlichkeit verloren. Ziel der LJB ist aber nach wie vor eine Angleichung des Bremer Landesjagdgesetzes an das Niedersächsische. "Für Bremen mit seiner Insellage in Niedersachsen macht eine abweichende Jagdgesetzgebung keinen Sinn", betonte Justitiar Martin Behrens. Senator Neumeyer, der sich über die Vorgespräche gut informiert zeigte, hält es ebenfalls für nicht zielführend, vor Verabschiedung eines neuen Bundesjagdgesetz in dieser Richtung aktiv zu werden. Wenn der Bund ein neues BJG verabschiedet - das dann ja kein Rahmengesetz mehr sein wird, sondern von dem die Länder im Zuge der konkurrierenden Gesetzgebung abweichen können - würde es Sinn machen, sich mit Hannover bei der Vorbereitung eines neuen Bremer Landesjagdgesetzes abzugleichen.

In diesem Zusammenhang wurden auch Themen angesprochen, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der Jagdgesetzgebung stehen, wie z.B. Jägerprüfungsordnung,  Jagd- und Schonzeitenverordnung, Ausbildung von Hunden zur Erlangung des gesetzlich geforderten Brauchbarkeitsnachweises, Wildfolge (die im derzeitigen Bremer LJG tierschutzwidrig geregelt ist) bis hin zum Einsatz von Telereizgeräten. Senator Neumeyer sicherte den Bremer Jägern zu, ansprechbar für deren Probleme zu sein und bei Bedarf auch den direkten Weg zu ihm zu suchen. In Zeiten von Koalitionen - auch von "Großen" - ein ermutigendes Angebot.

 

[Quelle: LJB]

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