[10.05.2006]

Sommerzeit: Die innere Uhr von Wildtieren tickt anders

Broschüre des DJV und ADAC zum Thema "Wildunfälle"
Foto: DJV
Broschüre des DJV, ADAC und Verkehrsicherheitsrat

Bei einem Spitzengespräch Ende März 2006 in Köln vereinbarten ADAC und DJV, die Gefahr durch Wildunfälle verstärkt ins Bewusstsein der Autofahrer zu bringen. Unter anderem wollen beide Verbände ein bundesweites Kataster für Wildunfallschwerpunkte entwickeln und praxisnah einsetzen sowie Wildunfälle verstärkt in Sicherheitstrainings thematisieren. Der ADAC hat zudem signalisiert, die geplante bundesweite Plakat-Aktion Sichere Landstraße finanziell zu unterstützen.

In einer gemeinsamen Pressemitteilung machten ADAC-Präsident Peter Meyer und DJV-Präsident Jochen Borchert auf die erhöhte Unfallgefahr durch die Zeitumstellung aufmerksam: Mehrere Wochen lang fiel der Berufsverkehr in die Morgendämmerung. Gerade zu dieser Tageszeit gehen Rehe und andere Wildtiere im Frühjahr auf Futtersuche und überqueren dabei häufig Straßen. Am unfallträchtigsten ist die Zeit zwischen 5 und 8 Uhr sowie zwischen 17 und 22 Uhr.

Die traurige Unfallstatistik für 2005: Knapp eine viertel Million Rehe, Hirsche und Wildschweine starben auf deutschen Straßen, die Dunkelziffer schätzen Experten als sehr hoch ein. Besonders stark zugenommen haben Unfälle mit Wildschweinen, und zwar um ein Drittel auf 21.000. Knapp 470 Millionen Euro Sachschaden durch Zusammenstöße mit Wildtieren haben die Autoversicherungen im Jahr 2005 gemeldet.

Die Broschüre „Besser langsam als Wild“ von DJV, ADAC und Deutschem Verkehrssicherheitsrat kann im Internet unter www.djv-service.de bestellt werden. Sie enthält Verhaltenstipps für Autofahrer im Gefahrenfall und Hintergrundinfos zum Wildwechsel.

 

[Quelle: DJV]

Weitere Informationen:
Externer Link www.djv-service.de