Woidke : Ansehen der Jäger zu gering
Agrar- und Umweltminister Dietmar Woidke (SPD) hat die Arbeit der Brandenburger Jäger als einen Beitrag zum Wohl der Allgemeinheit hervorgehoben. Es gebe kaum eine Interessengruppe, die zu solch einer Vielzahl von Aufgaben wie etwa Wildhege und Jagdschutz gesetzlich verpflichtet ist, sagte Woidke auf dem Landesjägertag am Sonnabend in Paaren/Glien (Havelland). Diese Aktivitäten würden in der Gesellschaft aber teils widersprüchlich wahrgenommen.
Die Jäger seien daran nicht unschuldig, da sie das Medienfeld zumeist anderen Interessengruppen überließen, meinte Woidke. Er bot an, dass die oberste Jagdbehörde bei einer Verbesserung des Ansehens mithelfen könne. "Denn die Akzeptanz der Jagd in der Gesellschaft entscheidet über die Zukunft der Jagd." Woidke verwies darauf, dass im Land jährlich 140 000 Tiere Schalenwild geschossen werden. Dennoch gebe es Klagen über einen zu hohen Bestand. Ein Grund seien Ursachen wie eine Klimaveränderung, die dem Wild immer ausreichend Nahrung beschere.
Der Präsident des Jagdverbandes, Wolfgang Bethe, nannte eine verstärkte Jugendarbeit einen Schwerpunkt der künftigen Arbeit. Die rund 10 000 Jäger im Land seien im Schnitt 59 Jahre alt. Als Problem für die Jäger sieht er auch den Wandel in der Landwirtschaft von Feldfrüchten zu mehr nachwachsenden Rohstoffen. Durch die teils hohen Pflanzen gerate das Wild aus dem Blick der Waidmänner und trete erst nach der Ernte auf kahlen Äckern wieder in Erscheinung.
[Quelle: dpa]
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