Baden-Württemberg: Jäger unentbehrlich bei Tierseuchenbekämpfung
Minister Hauk war Gast beim Landesjägertag
Die Jäger im Südwesten sollen bei der Bekämpfung von Tierseuchen nach dem Willen von Agrarminister Peter Hauk (CDU) auch künftig eine tragende Rolle spielen. Die Jäger hätten nicht nur bei der Bekämpfung der Vogelgrippe neben Behörden, Feuerwehr und Helfern von Katastrophen-, Vogel- und Naturschutzes «sehr gute Arbeit» geleistet, sondern auch bei der Tollwutbekämpfung, sagte Hauk am Landesjägertag. In Ulm trafen sich am Samstag Jäger aus allen Teilen des Landes.«Die Jäger sind nicht nur orts- und artenkundig, sondern auch am Ort präsent», sagte Hauk. So würden sie bei der Handauslage von Impfködern gegen die Tollwut helfen. Eine erneute Impfaktion beginne an diesem Montag (3. April) im nördlichen Landesteil. Der letzte positive Befund von Tollwut liegt nach Darstellung des Ministers zwar über ein Jahr zurück. Es sei jedoch zu früh, endgültig Entwarnung zu geben oder mit der Bekämpfung und Impfung nachzulassen. Nach der Tollwut-Verordnung muss die Impfung mindestens noch zwei Jahre im Anschluss an den letzten bestätigten Tollwutfall erfolgen.
Hauk wies zudem darauf hin, dass Jäger nach dem neuen Lebensmittelhygienerecht der Europäischen Union zu den Lebensmittelunternehmern gehören und für die Sicherheit von Wildbret verantwortlich sind. Mit Blick auf die Auswirkungen der Föderalismusreform auf das Jagdrecht betonte er, dass derzeit kein Bedarf bestehe, das Jagdrecht inhaltlich grundsätzlich umzukrempeln und an den Grundsäulen, insbesondere am bisherigen Jagdreviersystem und der Bindung des Jagdrechts an Grund und Boden, zu rütteln.
[Quelle: DJV]
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