[30.03.2006]

Die Ostermeldung: Ein Drittel mehr Hasen als vor vier Jahren

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Foto: privat
Die wissenschaftlich begleiteten Zählungen der Jäger belegen es: Mit Meister Lampe geht es wieder bergauf!
Durchschnittlich 15 Hasen tummelten sich vergangenen Herbst bundesweit auf einem Quadratkilometer, ein Drittel mehr Tiere als noch 2002. Dies ermittelten die Experten des Wildtier-Informationssystems der Länder Deutschlands (WILD), das vom Deutschen Jagdschutz-Verband (DJV) initiiert wurde. "Bei den Hasenzahlen ist das Osterfest gesichert und mit etwas Glück lässt sich Meister Lampe gerade im Frühjahr tagsüber auf den Feldern beobachten", sagte DJV-Präsident Jochen Borchert heute in Bonn und begründete das Engagement der Jäger: "Wir wollen künftig die Bestandsentwicklung des Hasen noch besser bewerten können. Deshalb erfassen wir seit 2002 in über 600 Gebieten nicht nur die Tiere, sondern auch Einflüsse wie Flächennutzung, Witterung und Beutegreifer."

Obwohl Langohren überall in Deutschland heimisch sind, schwankt ihre Zahl je nach Region und Bundesland deutlich. Die Tieflandbereiche im Nordwesten, in der Mitte und im Süden Deutschlands sind besonders beliebt bei Feldhasen. Mit durchschnittlich 35 Feldhasen je Quadratkilometer ist Nordrhein-Westfalen das Hasenland Nummer Eins. Besonders hasenreich sind das Niederrheinische und das Westfälische Tiefland. Die Feldhasenbestände seien im Industrieland NRW stabil, bestätigte Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg und betonte: Auf Grund der neuen Erkenntnisse durch die WILD-Zählungen müsse die Einstufung "gefährdet" auf Nordrhein-Westfalens Roter-Liste in Frage gestellt werden. Der DJV begrüßte diese Einschätzung.

 

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Foto: DJV
Seid fruchtbar und mehret euch! Feldhasen beim Rammeln.
Überdurchschnittlich viele Feldhasen je Quadratkilometer wurden 2005 zudem in Niedersachsen und Schleswig-Holstein (je 24) gezählt. Spitzenreiter sind die Geest- und Marschregionen beider Bundesländer, das Niedersächsische Tiefland sowie das Untere Weserbergland.

Erfreulich ist der positive Trend in einigen der ostdeutschen Bundesländer, die im Schnitt jedoch eher geringe Hasenbesätze aufweisen. Spitzenreiter in Ostdeutschland war 2005 das Land Thüringen mit 8 Hasen pro Quadratkilometer - ein Plus von knapp einem Viertel gegenüber 2002. Am stärksten zulegen konnte in Ostdeutschland innerhalb der letzten vier Jahre Mecklenburg-Vorpommern, und zwar um knapp ein Drittel auf 5 Tiere pro Quadratkilometer.

Die Wildtiererfassung des DJV wird mit großem Aufwand betrieben: Unter der Regie von Wissenschaftlern der Universität Trier, der Tierärztlichen Hochschule Hannover und der Landesforstanstalt Eberswalde erfassen speziell geschulte Jäger den Feldhasen zweimal im Jahr wissenschaftlich korrekt in der Dunkelheit, indem sie mit Scheinwerfern die Felder absuchen.

 

[Quelle: DJV]